Sonntag, 25. März 2012

Sonnenbäder in Maßen sind sehr sinnvoll zur Vorsorge von Krankheiten


Mit Sonnenlicht zum Superhormon

Professor Dr. Jörg Spitz über die enorme Leistung von Vitamin D


Immer wieder geraten Vitamine in die öffentliche Diskussion
und die Forschung. Jetzt, wo der Frühling naht, scheint
vermehrt die Sonne. Sie beflügelt, sorgt für gute Laune.
Doch wie der Ratgeber "Superhormon Vitamin D" von Professor
Dr. med. Jörg Spitz zeigt, kann sie viel mehr. Durch das
Sonnenbaden wird im Körper Vitamin D gebildet. Da jedoch
seit Jahren vor Hautkrebs gewarnt wird, schnellen die
Schutzfaktoren der Sonnencremes in die Höhe, wodurch die
Bildung von Vitamin D erschwert wird. Der Autor betont,
dass die meisten Menschen zudem zuwenig an der frischen
Luft sind. Und ab einem Sonnenschutzfaktor 15 wird die
Vitamin D-Produktion zu 99,5 Prozent blockiert. Es macht
natürlich wenig Sinn, Hautkrebs zugunsten von Vitamin D
zu riskieren. Der Arzt für Nuklear- und Ernährungsmedizin
weiß Rat. Je nach Hauttyp sollte die Eigenschutzzeit
mit entblößten Händen, Armen und Beinen an der Sonne
genutzt werden. Nur das Gesicht, das am meisten krebsgefährdet
ist, mit hohem Sonnenschutz eincremen. Der Hauttyp II
(sonnenempfindliche Haut) hat eine Eigenschutzzeit von
10 bis 20 Minuten, bevor es zum Sonnenbrand kommen kann.
Im Hochsommer genügen für diesen Typus schon fünf Minuten
Sonnenbaden ohne Schutz, um Vitamin D zu bilden. Dass sich
das lohnt, zeigt das Buch. Professor Dr. Jörg Spitz listet
zahlreiche Studien - meist aus den USA - auf, wonach das
Vitamin D-Hormon sich günstig bei Multipler Sklerose, Diabetes,
Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, rheumatische Arthritis,
Parkinson, Alzheimer, Osteoporose, Asthma bronchiale, Herzinfarkt,
Schlaganfall sowie bei Krebsarten wie Brust- und Darmkrebs
auswirkt. Von Frühjahr bis Herbst sollten Mitteleuropäer
für ausreichend Sonnenenergie sorgen. Um über den Winter zu
kommen, in dem der Vitamin-D-Spiegel meist sinkt. Alternativ
kann der Einzelne auch das Sonnenstudio nutzen, Lebertran oder
Vitamin-D-Präparate zu sich nehmen. Japanische Forscher konnten
2010 beweisen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Grippe
und dem Mangel an Vitamin D gibt. Im Winter tritt die Krankheit
häufiger auf. Der Test für den Status des Hormonspiegels wird von den
Krankenkassen nicht bezahlt. Wer ihn erfahren möchte, fragt
am besten seinen Hausarzt und leistet sich aus eigener Tasche
diese Leistung.
Der Ratgeber ist ein aufschlussreiches Buch zu neuen Erkenntnissen
eines bekannten Vitamins.
(c) Corinna S. Heyn


Prof. Dr. med. Jörg Spitz,
Superhormon Vitamin D.
So aktivieren Sie Ihren
Schutzschild gegen chronische
Erkrankungen.
Gräfe und Unzer Verlag 2011
www.gu.de